Pädagogisches Konzept

Der gesetzliche Auftrag umfasst die Betreuung, die Erziehung und die Bildung der Kinder. Dabei soll das Wohl der Kinder immer im Vordergrund stehen. Dem wollen wir gerecht werden, indem wir situations- und kindorientiert arbeiten. Die Kinder sollen sich gesehen, angenommen und wertgeschätzt fühlen. Dabei wollen wir ihre individuelle Persönlichkeit anerkennen und ihnen als Entwicklungsbegleiter zur Seite stehen. So wollen wir ihnen die Möglichkeit zur Persönlichkeitsentwicklung geben und ihr Selbstbewusstsein fördern. Dafür ist es uns wichtig, dass sie Eigenaktivitäten erleben und ihnen so die Entwicklung von Selbstständigkeit ermöglicht wird. Von daher verbietet sich eine Pädagogik in der ihnen Aktivitäten übergestülpt werden, die nicht mit ihren momentanen Interessen übereinstimmen. So erklärt es sich, dass bei unserer Arbeit das Spiel im Vordergrund steht. Spielen ist die den Kindern gemäße Form, sich selbst und ihre Umwelt zu erfahren und zu bewältigen. Es ist die wichtigste Voraussetzung aller Bildungsprozesse. Denn im Spiel verarbeiten die Kinder alle Erfahrungen, positive und negative. Nur wer Erlebtes bewältigt, kann sich auf Neues einlassen und auf gewonnene Erkenntnisse aufbauen. Durch Beobachtung ihrer Spieltätigkeit lassen sich Rückschlüsse auf den Entwicklungsstand schließen und draus ergeben sich neue Entwicklungsschritte.

 

 

U-3 Betreuung / Eingewöhnungsphase

 

Die Eingewöhnung der Kinder, insbesondere der U3-Kinder, erfolgt schrittweise. Sehr wichtig ist eine feste Bindung an die Bezugserzieherin, bevor das Kind sich von seinen primären Bezugspersonen abnabeln kann. Auf der Basis einer positiven, vertrauensvollen Bindung kann das Kind seine Welt erkunden. Es erfährt Orientierung, Autonomie und Sicherheit.

 

Ab April/Mai werden die neuen Kinder alle zwei Wochen einen Nachmittag mit ihren Eltern zur Kontaktaufnahme in den Kindergarten eingeladen. Hier kann in einer zwanglosen lockeren Atmosphäre gespielt und gelacht werden. Die Kinder können sich so mit den Erzieherinnen, ihren neuen Spielkameraden und der neuen Umgebung vertraut machen und das mit ihrer vertrauten Bezugsperson an der Seite. Eventuelle Ängste können so schon abgebaut werden.

Die Eingewöhnungszeit, am Anfang des neuen Kindergartenjahres, verläuft dann in der Regel ohne große Komplikationen. Trotzdem begleitet in den ersten Tagen ein Elternteil und immer die gleiche Erzieherin das Kind. Die Anwesenheitszeit in der Einrichtung ist in dieser Zeit reduziert, sie erhöht sich, wenn möglich, Stück für Stück.

 

Schrittweise geben die Bezugspersonen erst das Spiel, dann die Pflege und ganz zum Schluss die Schlafsituation an die Bezugserzieherin ab. Die Anwesenheit verlängert sich kontinuierlich nach individueller Verfassung des Kindes. Das Kind wird sensibel an die neue Lebenssituation herangeführt und hat in der Bezugserzieherin einen vertrauten Partner für evtl. schwierige Situationen. Aber natürlich in erster Linie, um den schönen Kindergartenalltag in der „Villa Kunterbunt“ zu erleben.

 

Entwicklungspsychologisch gesehen, benötigen besonders Kinder unter drei Jahren für ihre gesunde Entwicklung alle spielerischen Tätigkeiten, die als freies Spiel bezeichnen werden. Sie sind nicht projektspezifisch geplant und ausgerichtet. Das Kind wählt Spielort, Spielpartner, Spieldauer und entwickelt Spielprozesse, bei denen Erfahrungen aus allen Bereichen seiner Umwelt einfließen.

 

 

Körperpflege und Sauberkeitserziehung

 

Bei der täglichen Körperpflege beachten wir, neben hygienisch-pflegerischen Belangen, auch wichtige pädagogische Überlegungen. Sich von der Erzieherin wickeln zu lassen, ist ein Vertrauensbeweis. Deshalb achten wir auf eine feinfühlige, respektvolle und liebevolle Zuwendung. Dadurch können wir die Beziehung zum Kind stärken und es in seiner Entwicklung unterstützen. Beim Wickeln haben wir die Möglichkeit, uns dem Kind intensiv zuzuwenden und ihm einen Moment der Ruhe und Zweisamkeit zu verschaffen. Je jünger das Kind ist, umso prägender sind die Erfahrungen, die es bei der täglichen Körperpflege macht. Die Erzieherinnen unterstützen positive Erfahrungen des Kindes, indem sie auf eine größtmögliche Kontinuität bei der Pflege achten. Das Kind darf nicht übergangen werden, sondern es muss gefragt werden: "Darf ich dich wickeln?" Die Entscheidung des Kindes, auch eine Zeit lang mal in schmutzigen Windeln zu sein, akzeptieren wir.

 

Bei der Körperpflege achten wir auf das ausgeprägte Bedürfnis des Kleinkindes nach Hautkontakt, z. B. Creme liebevoll in die Haut einzumassieren oder mit einem Waschlappen sanft über den Körper zu streicheln. Dabei wird ruhig und einfühlsam mit dem Kind gesprochen. Wir sagen ihm, was wir gerade machen, benennen die Körperteile oder begleiten den Prozess mit Fingerspielen oder einem Lied. In der Praxis ist es nicht jedes Mal möglich, sich für die Pflege und das Wickeln so ausführlich Zeit zu nehmen. Wir versuchen aber, jedem Kind wenigstens einmal am Tag eine Pflegesituation mit Zeit und Ruhe zu ermöglichen. Wir möchten dem Kind die Möglichkeit geben sich aktiv an den Pflegevorgängen zu beteiligen, z. B. Windeln öffnen, sich eincremen, waschen, Zähne putzen. Dabei geben wir dem Kind Zeit zum Ausprobieren und unterstützen es durch Bestätigung und Ermutigung im „Selber tun“.

 

Gestärkt durch die positiven Erfahrungen wird das Kind zu seiner Zeit, ohne Angst und Zwang den Schritt aus der Windel zum Kinder-WC nehmen. Es wird kein Zwang zur Sauberkeit ausgeübt, eventuelle Ängste oder Hemmungen werden respektiert und ernst genommen. Wir beachten, dass jedes Kind seinen eigenen Rhythmus für Blasen- und Darmentleerung hat und viele Kinder Ruhe und Intimität für diesen Schritt benötigen.

 

Zur täglichen Körperpflege gehören natürlich das Händewaschen und das Zähneputzen nach jeder Mahlzeit dazu.

 

 

Partizipation

 

Die Interessen, Wünsche und Bedürfnisse unserer Kindergartenkinder leiten uns in unserem alltäglichen Miteinander. Darüber hinaus wollen wir erreichen, dass unsere Kinder ein positives Selbstwertgefühl entwickeln können und zu selbstbewussten und eigenverantwortlichen Persönlichkeiten in einer sozialen Gemeinschaft  heranwachsen. Dies bedeutet, dass unsere Kinder ein Teil vom Ganzen sind und an der Ideenfindung teilhaben und an anstehenden Entscheidungen entwicklungsgemäß miteinbezogen werden.

 

Wir möchten den Kindern die Möglichkeit geben sich ihre eigene Meinung zu bilden und diese auch zu vertreten. Es soll ein reger Austausch der Kinder untereinander, sowie ein Austausch zwischen Kindern und Erzieherinnen  stattfinden, an dem sich alle beteiligen können.

 

Unsere Kinder sollen spüren, dass ihre Meinung wahrgenommen und als wichtig erachtet wird. Dies kann nur in einer Atmosphäre gelingen, in der sich jedes Kind angenommen, geliebt und geborgen fühlt. Aus dieser Sicherheit heraus können Kinder mutig ihre Meinung vertreten und Dinge auch mal in Frage stellen. Gemeinsam kann dann nach Antworten und Lösungen gesucht werden. Unsere Gruppe besteht aus unterschiedlichen Kindern. U3, Ü3 und integrative Kinder haben sehr unterschiedliche Fähigkeiten. Trotzdem möchten wir allen Kindern ermöglichen an den sämtlichen Tätigkeiten und Erlebnissen der Gruppe teilzuhaben und sie mitzugestalten.

 

Gemeinsam wollen wir lernen auch das Anderssein wahrzunehmen, Ängste vor dem Unbekannten und Fremdsein abzubauen. Die Stärken des Einzelnen sollen wahrgenommen und gefördert werden. Wir möchten Respekt und Akzeptanz vermitteln. Dies ist nicht immer leicht. Es erfordert einen wertschätzenden und achtsamen Dialog untereinander und eine sehr sensible und aufmerksame Wahrnehmung aller pädagogischen Fachkräfte.  Die Verantwortung für den Schutz der Kinder liegt dabei immer bei den Erwachsenen. Gleichfalls müssen sie verlässliche Vorbilder sein, an denen sich die Kinder orientieren können.

 

Unsere Kinder dürfen Anregungen, Kritik und Wünsche äußern, sie sollen spüren, dass ihre eigenen Handlungen, das Meinungsbild der Gemeinschaft beeinflusst, ergänzt oder verändert. So wird eine wertvolle Basis für eine demokratische Grundhaltung gelegt.

 

 

Integration/ Inklusion

 

Unsere Erfahrung aus der Arbeit mit dem integrativen Kind ist:

Der Wert des Kindes liegt nicht in seinen Fähigkeiten, sondern in seiner eigenen und unverwechselbaren Persönlichkeit, denn jeder kann etwas Bedeutsames zur Gemeinschaft betragen, Eine Erkenntnis, die wir täglich von den integrativen Kindern vorgelebt bekommen. Gemeinsam wollen wir lernen, das „Anderssein“ wahrzunehmen und Ängste vor dem Unbekannten und Fremdsein abzubauen. Wir wollen den integrativen Kindern, im Rahmen ihrer unterschiedlichsten Möglichkeiten, ermöglichen, an allen Tätigkeiten und Erlebnissen der Gruppe teilzuhaben und mitzugestalten. Wichtig ist natürlich auch der rege Austausch mit den unterschiedlichen Therapeuten der Kinder. Nur so, und mit einer intensiven Zusammenarbeit mit den Eltern, kann sich die beste Förderung entwickeln. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Therapeuten der Kinder einen Teil der Therapien im Kindergarten durchführen und dabei auch immer Freunde der Kinder mit einbeziehen.

 

 

Vorschulerziehung

 

Unsere Vorschulerziehung beginnt nicht erst mit fünf Jahren und besteht nicht aus dem Einüben von Fertigkeiten, wie Stifte halten können, still sitzen und Schleife üben, sondern beginnt mit Eintritt in den Kindergarten. Wir wollen, dass die Kinder ihre Neugier und Freude am Lernen behalten und nicht durch Schul vorgezogene Maßnahmen verlieren. Wir wollen den Kindern Gelegenheiten geben, alle notwendigen Entwicklungsaufgaben in ihrer eigenen Zeit abzuschließen und neue darauf aufzubauen, d. h. über eine stabile emotionale Grundlage können sie motorische und soziale Fähigkeiten entwickeln, die es ihnen ermöglicht, sich kognitiven Aufgaben zuzuwenden. Dafür wollen wir den Kindern Erfahrungsräume bieten und Spielräume erschließen. Wir wollen ihre Lernfreude anregen und stärken, ihnen elementare Kenntnisse von der Umwelt vermitteln. Wir wollen ihre schöpferischen Kräfte fördern. Aufmerksamkeit, Konzentration, Belastbarkeit, Frustrationstoleranz und vor allem Optimismus vermitteln. Bei all unseren Bemühungen wollen wir familienergänzend und familienunterstützend wirken und dabei immer das körperlich und seelische Wohlbefinden des Kindes achten. Wir wollen den Kindern Wertschätzung und Achtung fühlen lassen, und sie mit all ihren "guten" und "schlechten“ Gefühlen annehmen. Ebenso wollen wir ihnen unseren Respekt und unsere Achtung entgegenbringen und ihnen Werte vermitteln. Wir wollen ihnen ihre „Eigenzeit“ lassen und sie entwicklungsunterstützend begleiten. Zusätzlich zu allen alltäglichen Erfahrungen, die unsere Kinder machen, bieten wir einmal in der Woche, ab dem letzten Kindergartenjahr, eine Vorschulgruppe an.

 

 

Bewegungserziehung

 

Bewegung ist ein Grundbedürfnis des Menschen. Gerade das Kind erlebt seine Umwelt durch Begreifen, d. h. es lernt über Sinnes- und Bewegungserfahrungen. Somit sind Wahrnehmung und Bewegung Grundlage für  die Entfaltung von Geist, Seele und Körper und sind unersetzlich für die Entwicklung der Sinne. Insofern dient die Förderung der Grobmotorik als Grundlage für die Feinmotorik der Gesunderhaltung von Körper und Geist.

 

Durch Bewegungserziehung, Sport und Spiel werden Bewegungsmangel, Übergewicht und Krankheiten vorgebeugt. Bewegungserfahrungen stehen im engen Zusammenhang mit logischem Denken und Intelligenz. So unterstützt reichhaltige Bewegung die Entwicklung der räumlichen Vorstellung, der Sprache und die Herausbildung mathematischer Fähigkeiten. Aktive Kinder sind selbstbewusst, kreativ und sozial kompetent. Sie entwickeln motorische Fähigkeiten wie Kraft, Ausdauer, Gleichgewicht, sowie Koordination, Geschicklichkeit und Reaktionsvermögen. Durch Bewegung als Verarbeitungsmöglichkeit von Erlebten, lernt das Kind Spannungen abzubauen und seine körperlichen Möglichkeiten diesbezüglich einzusetzen. Dafür sind Freiräume und vielfältige Angebote erforderlich. Wir schaffen deshalb reichhaltige Bewegungsmöglichkeiten im Außengelände mit Möglichkeiten zum Klettern, Hangeln, Balancieren, Schaukeln, Toben, Fahren mit Drei-, Lauf- oder Fahrrad, Rollschuhen sowie Fußballspielen.

 

Fester Bestandteil sind Ausflüge in den nahen Wald mit seinem naturgegebenen Sinnes- und Wahrnehmungsangebot. Traditionelle und moderne Tanz- und Bewegungsspiele bereichern den Morgenkreis und Übergangszeiten. 

 

Wir haben die Möglichkeit die Schulturnhalle zu nutzen. Dadurch lernen die Kinder eine Turnhalle mit ihren Großgeräten kennen. Dies geschieht durch psychomotorische Angebote sowie Wettspiele, gefolgt von Entspannungsgeschichten und Massagen zum Ausklang einer Turnstunde.

 

Einmal die Woche gehen die Kinder ins Schwimmbad im Sinne der Wassergewöhnung. 

 

Bei all unseren vielfältigen Bewegungsangeboten steht die Freude am Ausprobieren der eigenen Fähigkeiten, die Kreativität sowie der Spaß am gemeinsamen Erleben im Vordergrund. Wir arbeiten auch hier situations- und kindorientiert.

 

 

Hygiene und Gesundheit

 

Damit Kinder sich seelisch gesund entwickeln können ist auch ihre körperliche Entwicklung von großer Bedeutung. Ernährung, Bewegung und Hygiene und die damit verbundenen Handlungen, Gefühle und Gedanken der Kinder werden täglich im Kindergarten zum Thema.

 

Kinder sollen sich in Ihrem Körper wohlfühlen und Körperpflege als angenehm erfahren, um so ein positives Selbstbild zu entwickeln. Dazu gehört eine Atmosphäre, die geprägt ist von gelebten Werten, wie ein achtsamer Umgang mit sich selbst, Vertrauen und Wertschätzung und Respekt vor Intimität.

 

Durch das Erleben von Situationen und das bewusstmachende Begleiten, erkennen und benennen die Kinder immer mehr eigene Körperbedürfnisse, wie z. B. dass sie müde sind, Hunger haben,  ihnen zu kalt/zu warm ist. So lernen sie Schritt für Schritt selbstständige Handlungen ausführen. 

 

Wir unterstützen die Kinder beim erlernen alltäglicher Körperhygiene, wie z. B. das Händewaschen und Zähneputzen, durch spielerische

Bewusstmachung, dass das eigene Verhalten maßgeblich dazu beiträgt, wie ich mich in meinem Körper fühle.

 

Die Erzieherinnen bilden sich weiter, indem sie mit dem Hygieneschutzgesetz arbeiten. Erste-Hilfe-Kurseregelmäßig besuchen und die Schulung zum Sicherheitsbeauftragten besucht haben, der sich um Sicherheitsfragen.

 

Einmal im Jahr gibt es eine zahnärztliche Prophylaxe und die Ärztin des Gesundheitsamtes kommt zu einem Kontrolluntersuchung.

 

 

Ernährung

 

Ein weiterer Punkt ist unsere Ernährung. Sie ist täglich frisch aus regionalen, vollwertigen Bioprodukten zubereitet. Es besteht ein enger Kontakt zu einem nahen Biohof, den wir auch regelmäßig mit den Kindern besuchen. So erlernen die Kinder Sinnzusammenhänge z. B. dass die Kartoffeln auf dem Teller, einmal auf dem Acker in der Erde wuchs. Bei der Nahrungszubereitung erleben die Kinder das Essen noch mal mit allen Sinnen. Es darf gefühlt, gecheckt und gerochen werden.

 

 

Natur

 

Die Natur, in der wir alle leben, ist ein schutzbedürftiger Lebensraum. Wir sind ein Teil der Natur und von ihr abhängig, da wir unzertrennlich mit ihr verbunden sind. Wird die Natur zerstört, sind auch wir zerstört. Doch da wir immer isolierter von der Natur leben, z. B. unsere Nahrung nicht mehr aus unserem Garten kommt, sondern aus dem Supermarkt, verlieren wir den Kontakt und die Beziehung zu ihr. Ganz besonders Kindern geht der Kontakt zur unmittelbaren Natur verloren. Doch ich kann nur das schützen, zu dem ich eine Beziehung aufgebaut habe! Durch regelmäßigen Kontakt mit der Natur, auf unserem Außengelände, bei Ausflügen in den nahen Wald, bei Projekten rund ums Thema Natur z. B. beim eigenen Anbau von Pflanzen, mit Wasser spielen, basteln mit selbst gefundenen Naturmaterialien und wiederverwertbaren Materialien, Tierbeobachtungen, der Kontakt zum Biohof u.v.m., bietet sich den Kindern eine Fülle von Möglichkeiten, sich als Teil der Natur zu erleben und mit ihr in Kontakt zu kommen.

 

In der Natur erleben wir mit den Kindern Zeit und Ruhe. Es gibt keinen festen Fahrplan, sondern Zeit zum Entdecken, Staunen, Ausprobieren. In der Natur verhallen die Geräusche anders als in geschlossenen Räumen. Es entsteht eine Ruhe, die den Kindern ermöglicht in Kontakt mit sich und ihrer Umwelt zu treten. Daraus kann z. B. Neugierde wachsen und die Konzentration und Beobachtungsgabe fördern.

 

 

Kreativität

 

      Ideenreichtum und Fantasiewelten

      Sich selbst verwirklichen

      Freier Umgang mit Materialien

      Experimentieren mit Materialien

      Neugierverhalten wecken

      Impulse geben

      Lust am Gestalten haben

      Freude und Offenheit für Neues

 

Wie fördern wir Kreativität in vielen Bereichen

 

Musizieren, Backen, Kochen, Basteln, Erzählen, Turnen, Schwimmen, Tanzen, Bauen, Theater -Rollenspiel.  Wir verzichten weitesgehend auf vorgegebene Muster und Vorlagen und legen stattdessen den Schwerpunkt auf Prozesse, bei denen die Kinder ihre eigenen Wege finden. Das Kind kann frei denken und eigene Lösungen entwickeln.

 

 

Musikalisch- Rhythmische Erziehung

 

"Musik macht schlau"

"Musik macht Spaß"

"Musik erreicht die Seele"

"Musik hält gesund"

"Musik ist Kultur"

 

In unserer Arbeit machen wir uns die musikalisch - rhythmische Erziehung  zunutze, um den Kindern Spiel- und Erfahrungsräume zu öffnen, sie in ihrer ganzheitlichen Entwicklung zu fördern. Oft beginnt der Tag mit Singen und Musizieren zur Gitarre im Morgenkreis. Hier bekommen die Kinder die Möglichkeit auf Orffschen oder selbstgebauten Instrumenten Klangerfahrungen zu machen und ihre Lieder zu begleiten. Durch das Erlernen von Kreis- und Tanzspielen sowie das Angebot an rhythmischen Bewegungs- und Lautspielen entsteht ein einheitlicher Atem-, Sprech- und Bewegungsrhythmus. Lausch-und Geräuschübungen schulen das Gehör und die Sprachentwicklung.

 

 

Spiel

 

Spielen ist die Grundform kindlichen Lernens. Das Spiel ist die zentrale und wichtigste Ausdrucksform des Kindes. Das Kind arbeitet und so hat das Spiel ein hohen Ernst und tiefe Bedeutung. Mit zunehmender Selbständigkeit erweitern die Kinder ihre Spielaktivitäten, damit sich die im Spiel liegenden Chancen für Lernen und Entwicklung entfalten können. 

 

Das Kind verbindet sein Inneres: Gedanken, Gefühle, Fantasie mit der Realität. Spielen bedeutet für die Kinder: forschen, Dinge verstehen, Anstrengungen überwinden, Probleme lösen, sich konzentrieren, Geduld aufbringen, Fantasiewelten erfinden, soziale Beziehungen gestalten, das Wissen von der Welt verarbeiten. Die kognitive und sozial–emotionale Entwicklung, sowie die Kreativität und Sprachentwicklung der Kinder werden von der Vielfältigkeit der Spielmöglichkeiten entscheidend beeinflusst. Durch das Spiel erwerben die Kinder ein Verständnis sozialer Rollen und entwickeln ihr eigenes Selbstbild.

 

Mit den Augen, mit den Ohren, mit den Händen, mit dem Mund, mit all ihren Sinnen lernen Kinder von Anfang an. Als Säuglinge, die sich die Welt erschließen, als Kindergartenkinder, die sich immer wieder neue Spielanregungen suchen und schließlich als Schulkinder.

 

 

Sprachförderung

 

Sprachförderung ist eine zentrale Aufgabe für uns. Durch Sprache lernen die Kinder die Welt zu ordnen und zu verstehen.

 

 

Dies kann auf vielfältige Weise geschehen. Zum großen Teil geschieht dies durch die alltägliche Kommunikation zwischen den Erziehern und den Kindern und natürlich zwischen den Kindern untereinander.

 

 

 

Im Alltag versuchen wir den Kindern aufmerksam zuzuhören und sie zum Dialog anzuregen. Dazu nutzen wir die unterschiedlichen Situationen zum Beispiel beim Spielen, Basteln, Malen, Singen oder betrachten von Büchern. Immer ist Sprache ein wichtiger Bestandteil. Außerdem sind Rituale für die Sprachförderung von großer Bedeutung. Durch Wiederholungen prägen sich Worte, Sätze und dessen Aussprache gut ein.

 

 

 

Im Kindergarten wird der Wortschatz und die Sprachkompetenz permanent erweitert. Regelmäßig beobachten wir wie jedes Kind spricht und wie es sich im Dialog verhält.So haben wir die Möglichkeit auf einen eventuell  besonderen Förderbedarf zu aufmerksam zu werden, dies mit den Eltern zu besprechen und weitere Vorgehensweise frühzeitig zu planen.

 

 

 

Auch Kinder mit Sprachschwierigkeiten oder geringen Deutschkenntnissen werden so durch den Kindergartenalltag und dessen Tagesablauf angemessen gefördert.

 

 

 

 

01.10.2017